Der ganz normale Alltagswahnsinn

Was machst du so den ganzen Tag? Diese Frage wurde mir in letzter Zeit oft gestellt. Beantwortet habe ich sie immer ziemlich kurz und mit einem Augenzwinkern: Kaffee trinken! Vielleicht sollte ich doch mal einblicken lassen, was ich wirklich den ganzen Tag mache. Die Definition, den ganzen Tag, trifft es außerdem sehr gut.

// 6:30 Uhr //
Henry hat keine Lust mehr zu schlafen. Er möchte lieber spielen. Es ist einfach so schön zu sehen wie unglaublich er sich darüber freut das ich morgens, ganz egal wie ich aussehe, zu seinem Bettchen gehe und ihn auf den Arm nehme. Meistens gehe ich dann mit ihm nochmals in mein Bett und wir kuscheln noch ein wenig.

// 7:00 Uhr //
Wir stehen auf. Windel wechseln. Nun darf er spielen. Er freut sich und fängt sofort an alles in seiner Umgebung zu untersuchen. Erstmal Kaffee und Frühstück für mich!

// 7:30 Uhr // 
Gefrühstückt und mit dem nötigen Koffein intus geht´s ab ins Bad. Waschen, Zähneputzen und kurz duschen, wenn ich Glück habe darf ich mir dann noch ein Gesicht malen und die Haare kämmen.

// 8:00 Uhr //
 Henry hat sich so ungeschickt unter sein Trapez befördert, so das er sich selbst nicht mehr befreien kann und quengelt. Nach der Befreiungsaktion und kurzer Kuschelattacke meinerseits mache ich meinem Lieblingsmenschen Frühstück. Milch!

// 8:30 Uhr //
Wäsche. Wäsche. Nochmals Wäsche! Spuckkind, olé olé!

// 9:00 Uhr //
Der Kleine hat sich wieder so herumgedreht, dass er sein Spielzeug nicht mehr erreichen kann. Er hat auch keine Lust mehr zu liegen. Also baue ich ihm seine Sitzinsel aus meinem Stillkissen und gebe ihm sein Spielzeug. Setze mich dazu und spiele ein wenig mit. Habs mir verdient.

// 9:15 Uhr //
Die Augen werden gerieben und das Sitzen fällt ihm auch nicht mehr so leicht. Er ist wieder müde. Es wird Zeit für dein Vormittagsschläfchen, mein Knödel!

// 9:30 Uhr //
Der 2. Kaffee wird getrunken. Blogeintrag schreiben und etwas Orga solange der Knopf schläft. Gefühlt 1000 Sachen gleichzeitig machen, allerdings nur in meinem Kopf. Mittagessen planen, was müssen wir einkaufen, Termine checken, Freunden zurückschreiben, usw …

// 10:30 Uhr //
Wachkuscheln. Windeln wechseln. Henry ist wieder bereit die Welt zu entdecken.

// 11:00 Uhr //
Anziehen zum Vormittagsspaziergang. Kind und Kopf lüften. Nebenbei noch einkaufen.

// 12:00 Uhr //
Hunger macht sich breit. Henry sitzt bei Tisch und wartet gierig auf seinen Brei. Er ist ein guter Esser. Spielzeug lenkt ihn etwas von der Wartezeit ab. Mein Tisch muss wieder leiden. Denn das Spielzeug wird mit aller Kraft als Klopfinstument missbraucht. Musiker? Oder doch nur Folter für die Ohren?

// 12:30 Uhr //
Satt und zufrieden wird jetzt wieder die Umgebung auf der Krabbeldecke erkundet während ich in der Küche aufräume und mir auch etwas koche. So langsam habe ich auch Hunger und überlege noch kurz ob ich dies auch durch klopfen signalisieren soll? Doch wer macht mir dann etwas zu essen? Bin auch ein guter Esser.

// 13:00 Uhr //
Die Äuglein werden wieder schwer und es wird gemeckert! Henry ist müde. Windel wechseln. Mittagsschlaf. Mittagessen für mich. Mittagspause! Schon wieder arbeitet mein Kopf auf Hochtouren, spuckt lauter kreative Ideen aus. Versuche alles auf Papier festzuhalten.

// 14:30 Uhr //
Wachkuscheln. Diesmal etwas länger. Den Herzensmensch durch die Wohnung tragen und alles genau zeigen. Er ist so neugierig. Ich Liebe es und ihn noch viel mehr.

// 15:00 Uhr //
Anziehen zur 2. Spazierrunde. Diesmal um den See. Sonne scheint. Es ist einfach herrlich. Diese Landschaft. Mutties sind zu scharen mit Ihrem Nachwuchs draußen und laufen Ihre runden.

// 17:00 Uhr //
Wieder zu Hause. Windel wechseln. Milch. Spielen auf der Krabbeldecke. Das liebste Spielzeug, eine fast leere Wasserflasche aus Plastik. Pädagogisch wertvolles Spielzeug? Wer braucht das schon?

// 17:30 Uhr // 
Das Spielzeug beleckt, verkloppt, zu Ende befingert und betrachtet, müde ist er wieder von den ganzen Eindrücken. Das Schnullerschaf macht gute Dienste und begleitet ihn sanft ins Traumland. Für mich heißt es jetzt. Aufräumen, Wäsche aufhängen und ach ja, ich wollte doch noch kurz was nähen.

// 18:30 Uhr // 
Wachkuscheln. Am liebsten stundenlang. Aber das wird meinem Sohn schnell zu langweilig. Wir machen deshalb auch mal etwas quatsch zwischendurch.

// 19:00 Uhr // 
Abendessen. Henry sitzt am Tisch und spielt. Bereite sein Abendbrei zu. Es ist mir immer unbegreiflich wie so eine Portion Brei in dieses Kind passt!

// 19:30 Uhr // 
Windel Wechseln. Schlafanzug anziehen. Abendritual. Das wird keinen Abend ausgelassen. Mittlerweile kann ich die Geschichte aus dem Buch auswendig, wenn kleine Tiere müde sind …

// 20:00 Uhr // 
Henry schläft. Abwasch. Jeden Abend kostet es mich solch eine Überwindung den Abwasch zu machen. Denn am liebsten würde ich einfach nur aufs Sofa und mich ausruhen. Aber der Abwasch macht sich nicht alleine. Leider. Abendessen. Das fällt meistens nicht sehr üppig aus. Aber zumindest frisch und gesund. Tomate Mozzarella, oder einfach nur Avocado Brot. Danach wird der Blogeintrag fertig geschrieben. Aber gemütlich auf der Couch.

// 22:00 Uhr // 
Augenreiben und viel gähnen. Allerdings jetzt bei mir. Fläschen vorbereiten für die Nacht.

// 22:30 Uhr // 
Bad. Zähneputzen und Gesicht waschen. Ab ins Bett.

// 01:30 Uhr // 
Henry quengelt, Milch!

// 03:30 Uhr // 
Henry quengelt, er hat ein kleines Hüngerchen und möchte auch noch gerne etwas Mamanähe.

// 06:30 Uhr // 
Neuer Tag, neues Glück!


Nicht jeder Tag ist gleich. Aber der Ablauf in etwa schon. Nun habt ihr einen kleinen Einblick erfahren in das Leben einer Alleinerziehenden Mutter mit einem wunderbaren 6 Monate alten Sohn. Wie sieht euer Tag aus?

Herzallerliebst,
Ariela

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